Abgrenzung: Finagle’s Law

Begriff

Das Verb „to finagle“ entstammt dem Englischen. Es bedeutet „mogeln“ oder „schummeln“.

Finagles ist die gebräuchliche Abkürzung für „Finagle’s Law of Dynamic Negatives“.

Herkunft

John W. Campbell jr. verwendete den Begriff in seinen Editorials als Herausgeber von „Astounding Science Fiction“. Seine Begriffsvariationen über die Jahrzehnte hinweg waren vielfältig.

Larry Niven nutzte Finagles law als sog. „running gag“ in seinen zahlreichen Romanen über die „Belter“, eine Gemeinschaft von Bergarbeitern im Asteroidengürtel.

Murphy’s Law

Oft wird finagles law auch als Abwandlung von Murphys law verstanden:

„Wenn etwas schiefgehen kann, dann wird es auch schiefgehen – und das zum schlimmstmöglichen Zeitpunkt.“

Verwendung in der Wirtschaft

Finagles law wird in der Wirtschaft oft bei der Informationssuche für eine Fehlentwicklung angerufen:

  1. Die Information, die Sie haben, ist nicht diejenige die Sie wollen
  2. Die Information, die Sie wollen, ist nicht diejenige die Sie brauchen.
  3. Die Information, die Sie brauchen, ist für Sie nicht erreichbar.
  4. Diese Information ist zu einem höheren Preis erhältlich, als Sie zu zahlen bereit sind.

So nimmt das Unheil seinen Lauf …

Verwendung bei Experimenten

Finagles law wird auch als Entwicklung bei Experimenten herangezogen:

  1. Wenn ein Experiment funktioniert, ist irgendetwas nicht in Ordnung.
  2. Unabhängig vom Resultat eines Experimentes wird es immer jemanden geben, der es
    1. unrichtig interpretiert,
    2. trickreich verändert oder
    3. glaubt, es entspreche seiner Theorie.
  3. In einer Datensammlung ist der Fehler dort, wo die Daten als richtig erscheinen und daher nicht überprüft werden.
    1. Jemand, den man um Hilfe bittet, wird den Fehler auch nicht entdecken.
    2. Jemand, der zufällig einen Blick darauf wirft, wird den Fehler sofort sehen.

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