Pessimistisches Denken und Vorahnung

Fehlverhalten ist oft die Verwirklichung eigenen pessimistischen Denkens.

Studien zum defensiven Pessimimus, der Strategie zur Angstreduktion im Vorfeld von Leistungssituationen, haben ergeben, dass defensive Pessimisten mehr Angst und weniger Kontrolle bezüglich der Situation haben.

Eine gesunde Portion Pessimismus kann umgekehrt nicht schaden, ganz im Sinne folgender Redewendungen:

  • „Ein Pessimist ist ein Optimist, der nachgedacht hat.“ (Charles Laughton)
  • „Ein Pessimist ist ein Optimist mit Erfahrung.“ (A. v. Gliszczynski)

Verwechslung mit Bezugspunkten

Gelegentlich wird Murphys law mit der Theorie von Dr. Joseph Murphy verwechselt:

  • „Was man seinem Unterbewusstsein als wahr übermittelt, wird wahr.“

Eine Theorie, die schon mancher als zutreffend erfahren hat. Nur hat sie nichts mit dem engeren Sinn von Murphy’s law zu tun.

Joseph Murphy’s Gesetzmässigkeit spielt aber doch hin und wieder von der Problematik her in die „grosse Murphy’sche Grundregel herein:

  • Ahnt man, dass etwas schief gehen könnte, wird dies wahr.

Allgemeine Gesetzmässigkeiten

Sie stammen aus den täglichen Erfahrungen:

  1. Wenn etwas schiefgehen kann, dann geht es schief (Hauptregel).
  2. Wenn etwas auf verschiedene Arten schiefgehen kann, dann geht es immer auf die Art schief, die am meisten Schaden anrichtet.
  3. Hat man alle Möglichkeiten ausgeschlossen, bei denen etwas schiefgehen kann, eröffnet sich sofort neues Unheil.
  4. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein bestimmtes Ereignis eintritt, ist umgekehrt proportional zu seiner Erwünschtheit.
  5. Früher oder später wird die schlimmstmögliche Verkettung von Umständen eintreten.
  6. Wenn etwas zu gut erscheint um wahr zu sein, ist es das wahrscheinlich auch.

Drucken / Weiterempfehlen: